Reiseziel Tschernobyl – Dark Tourism

Reiseziel Tschernobyl – Dark Tourism


Hä? * Musik * Na sdorowje! * piepender Signalton * Dann fahren wir wieder ein
bisschen schneller. * Musik * Wir sind gerade unterwegs
in der Ukraine und noch ca. 20 Minuten entfernt
von unserem Reiseziel Tschernobyl. Wir fahren genau dahin, wo in den 80er-Jahren
die Reaktorkatastrophe passiert ist. Damals war alles
komplett radioaktiv verseucht. Bis heute gibt es eine Sperrzone. Aber immer mehr Leute fahren dahin,
um Urlaub da zu machen. Ich frage mich ein bisschen,
was suchen die Leute da? Warum fahren Sie genau dahin?
Was halten die Leute vor Ort davon? Und wie gefährlich ist das noch da? * Musik * Wir sind jetzt angekommen
am ersten Checkpoint. Wir sind hier verabredet mit
jemanden, der in Prypjat geboren ist, also der Stadt hinter Tschernobyl,
hinter dem Kraftwerk, die evakuiert wurde. Genau,
mit dem treffen wir uns jetzt hier. Ich bin übrigens nicht alleine hier. Nicht, dass ihr denkt,
ich würde Russisch können. Mit uns unterwegs ist die Maria,
die ist hinten im Auto. – Hallo. Wir müssen davon fahren,
wo er uns gezeigt hat. – Ach so. Hier links rein? Ah okay. Dann sagen wir mal Hallo. Hallo, Florian! – Sascha. Hallo! – Nice to meet you. * düstere Musik * Das ist das Haus von Sascha? – Ja. Okay. * spricht Russisch * Was glaubst du,
wenn dein Kind erwachsen ist, wird das hier
ein Touristen-Hotspot sein? Wird es sie Restaurants geben? Oder was glaubst du, wie wird
es sich verändern? – Die gehen Pilze sammeln? Einmal im Jahr kann man sich Pilze
aus Tschernobyl schon gönnen. So, dann fahren wir
mal ab nach Tschernobyl. * düstere Musik * Wir sind gerade durch den Checkpoint
gefahren. Da durfte man nicht filmen. Wir sind jetzt also in der Sperrzone
und zu fünft im Auto. D.h. also Reiseführer,
Sascha, Maria, Mike und ich. Das links, dieses große Silberne, das ist der Reaktor, wo es
damals diesen Unfall gegeben hat. Den schauen wir uns morgen an. Morgen machen wir
eine richtige Touristentour. Die stoppen da auf jeden Fall. Wir fahren jetzt
erst mal weiter nach Prypjat und schauen uns noch mal die Stadt
an, wo Sascha aufgewachsen ist. Ohohoh… Ich hätte niemals gedacht, dass ich in meinem Leben
nach Tschernobyl in einem Auto selber fahre. Ich wusste,
dass es diese Touren gibt. Aber dass ich selber quasi
durch diese Sperrzone durchfahre… * Piepen * Ist das das Piepen von dem Dosimeter? (Maria) Zu hoch! – Zu hoch? – 0,3. * Piepen * (Maria) Alarm. Was gerade piept, ist das Dosimeter. Damit kann man eben
die Strahlungsintensität messen. Als wir gerade an dem Kraftwerk, was
explodiert ist, vorbeigefahren sind, hat es eben den Wert
überschritten auf einmal, ab dem man sagt, wo es eben
gesundheitsschädlich sein kann. Also wir haben uns vorher auch noch
mal unterhalten, mit Ärzten… Jetzt piept das schon wieder! – Es zeigt 6,4. – 6,4? – Ja. Okay ist 0,3. * Piepen * Dann fahren wir lieber
ein bisschen schneller. * düstere Musik * Wir gehen jetzt erst mal dahin,
wo Sascha aufgewachsen ist. Er kommt ja von hier. * spricht Russisch * Ah, das ist hier? * spricht Russisch * Die erste Bushaltestelle. Das da oben,
das ist sein altes Zimmer gewesen. Vielleicht
könntest du noch mal beschreiben, der Tag,
als ihr evakuiert worden seid. Da sind ja 50.000 Menschen innerhalb von Stunden hier
aus der Stadt rausgekarrt worden. Wie hast du das in Erinnerung? Aus welchem Jahr ist das? * spricht Russisch * – 1985. Wer hat das Video gemacht? * sprechen Russisch * – Sein Vater. * spricht Russisch * – Mit einer Amateurkamera. * spricht Russisch * (Maria) Haupteingang der Schule,
das ist hier. – Tatsache. – Das ist er. – Das kann man sich
gar nicht mehr vorstellen. * düstere Musik * Das Areal, auf dem wir jetzt sind, sollte eigentlich
ein Vergnügungspark werden. Ist auch gebaut worden. Hier z.B. dieses Riesenrad,
das steht halt hier noch. Das wäre halt ein paar Tage
nach diesem Reaktor-Unglück eröffnet worden.
Dazu kam es dann eben nie. Ja, und jetzt steht es hier
als ein komisches Zeugnis dieser hastigen Evakuierung
von Prypjat. Und da kommt schon
die nächste Reisegruppe. So, wir sind jetzt auf dem Weg für heute wieder raus
aus der Sperrzone. Und werden jetzt noch mal hier
in so einer Station auf Radioaktivität getestet. Okay. – Okay. Clean. Morgen machen wir
eine richtige Touri-Tour, und ich bin gespannt,
was da für Leute unterwegs sind. Auch mal mit denen zu quatschen, was ist deren Motivation,
hierher zu kommen. Und wie viel wissen die
über die Stadt? Oder sind sie nur hier,
um Selfies zu machen? Das finden wir morgen raus.
Jetzt fahren wir erst mal zurück. Es ist 10 Uhr morgens.
Es scheint die Primetime zu sein für die Touristenbusse,
die hier reinfahren. Gefühlt ist es auf jeden Fall noch mal deutlich mehr Andrang,
als es gestern war. *Musik* Okay, wir haben
unsere Reisegruppe gefunden. Das da vorne ist unser Bus.
Ich bin mal gespannt. Normalerweise, wenn man vorher
im Internet liest, steht da, man soll lange Klamotten tragen. Anscheinend haben die
das vergessen oder nicht gemacht, deswegen müssen sie
diese Anzüge anziehen, weil mit kurzen Klamotten kannst du
den Staub auf die Haut bekommen. Guck mal,
der ist mit Flipflops da drin! Ah, that’s him! – Er ist Liquidator.
– Oh, Liquidator! Ist er das erste Mal wieder hier? Und, was erhofft er sich? * sprechen Russisch * – Er weiß nicht. – Okay. Liquidator heißt,
dass das einer derjenigen war – es wurden Hunderttausende eingezogen, aus verschiedenen Ländern
der Sowjetunion und des Ostblocks, um dieses Gebiet zu dekontaminieren
und sozusagen aufzuräumen usw. Es ist eine lustige Gruppe,
die wir hier erwischt haben. Ich glaube,
eine sehr unvorbereitete Gruppe. Der Kollege, der Liquidator war,
hat gerade erzählt, dass er schon Wodka getrunken hat
und sie Wodka dabei haben. Hat mich schon gefragt,
ob ich auch einen möchte. Aber auf der Arbeit
trinke ich natürlich nicht. Vor allem nicht in Tschernobyl… Welcome
to Tschernobyl exclusion zone! * Musik * So, erster Fotostopp. Am Ortseingangsschild
von Tschernobyl. Man sieht, da ist
auch noch die letzte Gruppe da. Machen wir auch ein Foto? * Musik * (Reiseleiterin erzählt auf Englisch) Das ist hier natürlich
einer der wichtigsten Stopps, vor dem AKW direkt. Um noch mal
so ein Panoramafoto zu schießen. Was man darüber sieht, das Silberne,
ist der neue Sarkophag. Er verhindert, dass die Strahlung
noch aus der Ruine herauskommt. Aber es ist
schon ein komisches Gefühl, jetzt plötzlich wirklich
so nah dran zu fahren. Auch, wenn man weiß,
dass diese Schutzhülle darüber ist. Das ist so krass. Die Handys sind schon raus,
bevor man überhaupt da ist. – So, this shelter was built… Though it was very, very old. Er war ja als Liquidator
das letzte Mal hier. Wie fühlt sich das an, wieder in
Tschernobyl vorm Reaktor zu stehen? Here was
the main square, supermarket… – Das kann man sich
gar nicht vorstellen. – …amusement park and two more
very interesting locations. Let’s go! Kann man sich
überhaupt nicht vorstellen, dass das Foto
das hier gewesen sein soll. Es ist im Prinzip ein Wald. * Musik * That is the old supermarket? – Yes. * Musik * Wodka! – Hä? No. No, no. Spasibo! * Musik * Na sdorowje! Ich glaube, einen haben wir
wieder hier drin verloren. Aber der kommt
mit Sicherheit gleich raus. Heute ist echt komplett anders
als gestern. Dieser komplette Platz
ist halt voll mit Leuten gerade. Kann man das so sehen?
Da vorn ist unsere Gruppe, dahinter
ist noch eine andere Gruppe. Hinter uns sind gerade Leute. Und halt hinten am Riesenrad. Heute ist es ein bisschen überlaufen. So ein geiles Foto wie gestern
kriegt man heute nicht. – Shit, die laufen einfach in das… Ich meine, wir wollten
was machen über den Tourismus. Ich glaube, wir haben
die respektloseste Gruppe gefunden. So, jetzt noch ein letztes Mal
checken lassen, ob wir verstrahlt sind. Nee. Alles klar. So, wir lassen uns
hier noch ein letztes Mal checken. Die Gruppe setzt sich jetzt in
den Bus und fährt zurück nach Kiew. Und wir gehen zu unserem Auto. Bye! Thank you guys, bye! – Bye-bye. Das hätte ich
ehrlicherweise nicht gedacht, dass das Ganze hier
mittlerweile so professionell ist und dass
so viele Touristen herkommen. Man kann sagen, einerseits
ist das cool für Leute wie Sascha, den wir getroffen haben,
dass ein Hotel gebaut wird. Also dass die lokale Bevölkerung
Geld daran verdient. Dass denen sowas passiert,
ist natürlich toll. Andererseits muss man auch sagen: Wenn es mehr Touristen wären wie die,
mit denen wir unterwegs waren, kann es sein,
dass irgendwann nichts mehr da ist, was man sich angucken kann oder
es vielleicht zu einem Unfall kommt. Klar, nicht alle sind so und die
Reiseführerin hat’s ja auch gesagt. Es gibt viele, die einfach
ein cooles Fotomotiv haben wollen. Wir haben ja auch einen Film gedreht. Wie seht ihr das?
Würdet ihr nach Tschernobyl fahren, nur, um Urlaub zu machen,
um euch das mal anzugucken? Schreibt es in die Kommentare. Wenn ihr mögt, schaut hier oben,
da kommt ihr zu meinem letzten Video.

59 thoughts on “Reiseziel Tschernobyl – Dark Tourism

  1. 9:13 Warum denn nicht? Ich glaube man hat in seinem Leben nur einmal die Möglichkeit in Tschenobyl Vodka zu trinken.

  2. Würdet ihr in Tschernobyl Urlaub machen?
    Die Touren kosten übrigens zwischen 100 und 350 Dollar, davon abhängig ob man eine private Tour bucht oder mit 15 Leuten unterwegs ist.

  3. Ich würde da hin fahren da es mich interessiert und nicht nur um Bilder zu machen ,ich finde man muss diesen Ort mit Respekt betreten da da echt viele Menschen gestorben sind . Trd echt gute Reportage

  4. Wisst ihr warum der Liquidator nicht da sein wollte, aber trotzdem da war? Man sah es ihm ja an, dass der Ort ihn mitnimmt.

  5. Ich muss sagen, dass mir in der Reportage ein bisschen was gefehlt hat, sie blieb gefühlt eher ein wenig oberflächlich. Vielleicht hätte man stärker auf die Geschichte von dem Aufräumarbeiter eingehen können oder auch ein wenig tiefer bei Alex nachfragen.
    So hatte man am Ende so ein locker leichtes Gefühl durch diese "witzigen" besoffenen Kerle und das passt nicht zu diesem ernsten Thema.

  6. Ich würde dort auf gar keinen Fall "Urlaub" machen wollen, weil mir das Risiko zu groß wäre. Wer es aber unbedingt will, soll es meinetwegen tun, zumindest wenn der erforderliche Respekt vorhanden ist.

  7. Mir fällt es auch schwer zu verstehen,warum Leute sich Tschernobyl anschauen wollen. Aber ich denke, dass es vielleicht Nervenkitzel ist. Ich muss auch sagen, dass es ein bestimmtes negatives Gefühl in mir auslöst, wenn ich die verlassenenen Orte sehe als Video oder Foto. Wobei ich irgendwo nachvollziehen kann, dass der Mann der damals dort eingezogen wurde, sich das noch mal anschaut. Allerdings als Ausflugsziel für einen Jungengesellenabschied finde ich schon krass.

  8. Ich war vor 2 Wochen dort und es ist schrecklich wie respektlos sich einige Personen verhalten.
    Insgesamt war die Tour aber sehr positiv und eindrucksvoll, Pripyat ist ziemlich spannend

  9. Respekt, dass ihr dort hingereist seid und Respekt an die Leute, die dort nichtsdestotrotz leben. Für mich wäre das aus Sicherheitsbedenken keine Reise wert. Da bin ich ehrlich. ♡

  10. Krass das sich dort so ein Tourismus gebildet hat und das es so viele Leute anspricht die sich so etwas ankucken. Ich würde mir das zwei mal überlegen dort hinzufahren und mir das anzukucken

  11. Ich mag die meisten Reportagen, aber dieses Mal muss ich etwas Kritik ausüben. Mir gefällt der Schwerpunkt nicht. Wenn man schon die Chance hat in diesem Gebiet zu sein, fände ich es besser, wenn man sich mit den Einwohnern auseinander setzen würde. Ich habe absolut kein Problem damit, wenn auch gezeigt wird, dass es mittlerweile respektlose Touristen gibt. Aber ich finde das als Schwerpunkt etwas zu oberflächlich. Auch hätte ich es besser gefunden, wenn ihr euch mehr mit dem Aufräumarbeiter befasst hättet. Das hätte die Reportage, trotz des, aus meiner Sicht schlechten Schwerpunkts, aufgewertet.

  12. Also ich würde es mir auch Mal anschauen. Man kann sich nie genug bilden und eigene Eindrücke sammeln, aus denen man sich eine eigene Meinung bildet.

  13. Die Deutschen:" wir wollen kein 5G, das verstrahlt uns und macht krank "
    Auch wir:" komm wir machen Urlaub in Tschernobyl "

  14. Ich hoff einfach inständig, dass es niemals eine Auschwitz-Serie geben wird. Diese Katastrophen-Touristen sind das Letzte. Ich finde es gut sich zu informieren, am besten wäre eine Gedenkstätte gerne auch verschiedene, verteilte wie in Verdun. Aber so, das ist einfach schlimm.

  15. Ein bisschen oberflächlich finde ich leider. Solche Sachen wie "das große silberne links ist der Reaktor " ist schon schwer zu ertragen wenn man sich mit der Materie etwas genauer befasst hat.

  16. Ich würde dort auf keinen Fall Urlaub machen, finde den Bericht darüber aber interessant.
    Meine Mutter war damals mit mir hochschwanger, als der Atomunfall in Tschernobyl passiert ist. Sie hat mir erzählt, dass das eine furchtbare Zeit war. Meine Eltern waren sich total unsicher, was sie noch unbedenklich essen konnten usw. Außerdem hatten sie natürlich Angst um mich.

  17. Menschen werden immer Respektloser. Dort haben tausende Menschen ihre Heimat und viele andere ihr Leben verloren. Und Touristen reisen dahin, trinken Alkohol und machen fröhliche Bilder. Menschen sind scheiße!

  18. Ich wollte eigentlich auch im Herbst nach Tschernobyl, aber meine Mutter hat es verboten – nachdem ich die HBO-Serie gesehen hatte, wollte ich dann auch selber nicht mehr. Respekt, dass ihr da wart Flo und Maik, das hätte ich mich nicht getraut!

  19. "Ich glaube, so ein geiles Foto wie gestern kriegt man heute nicht mehr." – War es eigentlich euer Ziel, ne ordentliche Reportage zu drehen, oder geile Fotos zu machen? Kam in dem Video leider nicht rüber.

  20. Als Gedenkstätte finde ich den Ort durchaus sehenswert und als Solcher sollte er auch erhalten bleiben. Dass unser Handeln Konsequenzen hat sieht man hier besonders gut. Die Witzbolde aus der Gruppe scheinen das zwar nicht so ganz begriffen zu haben aber solche Leute wird es immer geben.

  21. Schade. Die Doku war sehr flach meinem Empfinden nach. Mich hätte mehr die Sicht der Anwohner und des Liquidators zu dem Tourismus interessiert und weniger Wiederholungen von Szenen, die sich schlecht benehmende Touristen zeigen.

  22. Mich würden da die gesundheitlichen Risiken interessieren. Das wolltest du Flo glaube ich in dem Film mal ansprechen hast aber dann unterbrochen. Was sind mögliche gesundheitliche Folgen und sollten wohlmöglich nur gesunde Menschen dort hinreisen?

  23. Netter Preview. Haettet gern auch noch ein bischen den weg veschreiven koennen.. Bei uns ist es anfang septemver soweit.. kiev wir kommen 🙂
    allerdings: dafür dass ihr da euren job gemacht habt habt ihr echt wenig info in dem film. eben genau, die touren (welche ab 75 euro starten), minimal hintergrundwissen und im endeffekt fuer profis recht mau… aber wie gesagt. netter preview 🙂
    wennan es mit dem auto fahren wuerde, muesste man aber durch ostdeutschland.. DAS finde ich dann schon grenzwertig 🙂

  24. Ich drinke nicht auf der Arbeit, "SCHON RECHT NICHT IN TSCHERNOBYL" … dem Reporter scheint die positiven Auswirkungen von Alkohol auf Strahlung nicht bewusst zu sein.
    Ich hätte den Vodka aufjedenfall angenommen und ich hasse Vodka/Alkohol.

  25. Wenn man mal in der Gegend ist, würde ich mir das wohl auch anschauen. Gehört ja zur Geschichte. Es ist schon extrem, welche Ausmaße das Unglück angenommen hat. Wobei es (laut der Serie) ja noch viel schlimmer hätte werden können.
    Die Sauftour hätte man direkt vom Gelände schicken sollen… Ich bin jetzt echt kein Moralapostel, aber ein bisschen Respekt und Demut zu zeigen wäre schon angebracht…

  26. Sehr riskante und interessante Doku 😊👍 mich wundert generell, dass dort so viele Touristen unterwegs sind, schwingt da bei einigen ein wenig Sensationsgeilheit mit? Wie man sieht haben viele weder Ehrfurcht noch Respekt vor dem Ort und seinen Hinterlassenschaften. Dasselbe empfand ich übrigens auch bei einer Doku über das KZ in Auschwitz. Diese Massen an Menschen lassen diesen Ort irgendwie (meiner Meinung nach) touristisch wirken und verharmlosen die Geschichte, die dieser hat, einbischen. Ich kann es nicht recht in Worte fassen 💁‍♀️

  27. Finde es als Mahnmal wichtig, um nicht zu vergessen und Awareness zu schaffen, man könnte bez. "aber hier sind Menschen gestorben" auch argumentieren, dass man dann auch keine KZs mehr besuchen sollen dürfte. Sehr wichtig finde ich einfach den Respekt an so einem Ort (nicht betrunken herumalbern!).

  28. Viele Männer aus meiner Stadt waren Liquidatoren. Die Leute verstehen manchmal nicht, wie schrecklich die Folgen waren… Viele danke für die reportage.

  29. Fragen die für mich nach dieser Doku bleiben oder Punkte die mich noch in näherer Ausführung interessiert hätten wären:

    – Gesundheitliche Gefahr durch die Pilze bzw für die Einwohner dort und Lebensmittel aus der Umgebung bzw Selbstversorgung dort!?
    – Bei der Messung der Radioaktivität am Ausgang. Was passiert wenn jemand gestoppt wird? Welche Prozedere werden als 1. Hilfe Maßnahme durchgeführt.
    – Wenn schon von unvorbereiten Touristen gesprochen wird -> was wäre die angemessene Vorbereitung und warum?
    – Vor welchen Unfällen durch Touristen hat man Angst? Wo ist dort genau die Belastung?

    Aber toll das der Reporter sich selbst dort mal hingewagt hat. Für mich wäre es kein Ziel. 🙊

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